Naturgewalt by Zeriphon

Naturgewalt

Mit der Hartnäckigkeit eines wilden Stieres, rüttelt er mit seinen unsichtbaren "Klauen" an den Fensterläden. Lautes Klappern, Brausen und Toben beherrscht die Nacht. Manch einer vermag zu glauben, das Ende der Welt wäre nahe.

Bis fast an die Grenze des Zerbrechens, biegen sich selbst die stärksten Bäume, als wollten sie der Urgewalt tiefste Verehrung bekunden. Ja, selbst die Grashalme legen sich flach zur Erde, als wären sie des sonst immer währenden Aufrechtstehens endlich müde. Und sogar der schwere Regen, welcher sonst niemand anderem hörig, als der unbeugsamen Schwerkraft selbst, lässt sich von ihm aus den Bahnen lenken und in seinen Böen dahintreiben.

Der Sturm ist wieder in der Stadt.

Wie eine Flutwelle drängt er durch die Straßen, reißt alles mit sich, was ihm nicht zu widerstehen vermag. Und abermals klingen seine "Melodien", wenn er mit irrer Geschwindigkeit um Ecken, durch Ritzen und Nischen rast. Gleich einer Armada von "Kirchenglocken", läuten die Windspiele ihrem "Dirigenten" ein Willkommen ein, welches nicht einmal der Papst zu überbieten vermag. Wahrlich, es ist ein Amüsement sondergleichen, diesem "Siegeszug" beizuwohnen.

Das Element des Windes, eine der Urgewalten schlechthin.

Und doch, trotz all dieses zerstörerischen Potentials, ist er doch seit meiner Geburt mein Wegbegleiter, Vertrauter und Unterstützer. Und es besteht nicht der Hauch einer Chance, dass sich das jemals ändern wird.

Naturgewalt

Zeriphon

19 June 2014 at 01:22:42 MDT

well, it's been quite a while, since I've made something philosophical...

Hope you like it. ;-)

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