Finsternis im Inneren by Zeriphon

Finsternis im Inneren

Wieder einmal wende ich mich geistig meinem Inn'ren zu,
versuche meinen Geist zu sammeln und hoff' dabei auf Inn're Ruh'.
Doch wird es damit wohl nichts werden, muss ich leider schnell begreifen,
seh' ich in meinem Inn'ren doch die Finsternis "herannereifen".

Ich hatte sowas schon befürchtet, leider wurd' die Ahnung wahr,
es wäre auch zu schön gewesen, wär' die Finsternis nicht da.
Doch leider scheint mein ganzes Sein auf Dunkelheit voll ausgerichtet,
was wohl am Ende dazu führt, dass mein Verstand sich selbst vernichtet.

Nun, viele Menschen tragen in sich lebenslang das helle Licht,
d'rum gibt's wohl auch die Gegenseite, die aus mir zu Tage bricht.
Klar ist die Finsternis oft Böse, schmerzhaft, kalt und auch brutal,
doch fang' ich an mich anzupassen und langsam wird es mir egal.

Die Symbiose schreitet fort, die Finsternis wird eins mit mir,
wenn das weiterhin so läuft, werd' ich noch zum wilden Tier.
Doch einer muss es schließlich tun, zu halten dieses Gleichgewicht,
denn bin ich doch das Gegenstück zum warmen, herrlich hellen Licht.

Die Finsternis und ich sind eins, das Kunststück ist vollbracht,
das Böse hat erneut Gestalt und schleicht sich heimlich durch die Nacht.
Wahrlich, Viele meiden, hassen, fürchten diese Dunkelheit,
doch ohne sie gäb's auch kein Licht, so ist's seit Anbeginn der Zeit.

Vielleicht vermag dieses Gedicht zu helfen dass das Dunkle siegt,
dieses finst're, inn're Ich, welches oft in einem liegt.
Verborgen und von uns verbannt im allerletzten, tiefsten Eck',
hinterm Licht und uns'rem Herzen wohl gehütet und versteckt.

Finsternis im Inneren

Zeriphon

19 June 2014 at 02:05:16 MDT

So, after a long time, here's another poem from me. :)

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Literary / Poetry / Lyrics