Der Wind by Xarox

Der Wind

Xarox

1 March 2013 at 10:32:24 MST

Ein Wind weht um das Haus und immer wieder

wach ich aus Träumen auf und geh umher

mein Kopf ist schwer und fühlt sich an wie Fieber

ich will zu mir zurück und find den Weg nicht mehr

Alles um mich rückt in weite Ferne

ich schrumpfe und verirre mich im Flur

die Erde bebt, mir ist als sah ich Sterne

doch in der Dunkelheit verliert sich ihre Spur

Die Nacht in meinen Augen nimmt kein Ende

ich fühl mich schwach und will um Hilfe schreien

ich sehe schwarz und mal es an die Wände:

Laß dieses Reich nicht mein zu Hause sein !

Und draußen weht der Wind und immer wieder

fall ich ins Nichts zurück und geh umher

ich sing beim Gehen vor mich hin

damit ich weiß, daß ich noch bin

und der Wind, er weht - und fährt mir in die Glieder

Es kommt mir vor als hört ich jemand reden

der Wind treibt draußen Regen über's Land

ein kleines Kind kommt mir im Flur entgegen

es redet wirr und drückt mich an die Wand:

"Ich kam die falschen Götter zu entthronen

ich kam und sah mich gegen sie verlieren

jetzt sitzt ich hier und zähl meine Dämonen

und will die Welt mit Fragen bombardier'n

Wer soll noch kommen um Euch zu erlösen ?

Ihr habt alles verraten und verkauft

Ihr seid verlor'n - die Guten wie die Bösen

ich seh Euch zu wie Ihr um Euer Leben lauft

Und immer weht der Wind und immer wieder

fall ich ins Nichts zurück und geh umher

ich sing beim Gehen vor mich hin

damit ich weiß, daß ich noch bin

und der Wind, er weht - und singt mir seine Lieder"

Mein Herz wird schwer, ich spür die Glieder zittern

das Kind verstummt und läßt mich weiterziehen

mein Schädel brummt: Du darfst nicht so verbittern!

ich geh umher und will doch niederknien:

Ich hab versucht den Widerspruch zu leben

ich hab versucht einfach ich selbst zu sein

es hat nicht funktioniert, es ging daneben

das Leben selbst scheint mir ein Fluch zu sein

Nichts was ich berühre ist von Dauer

nichts bringt das Verlorene zurück

das Einzige was bleibt ist meine Trauer

der Schmerz und die Erinnerung an das Glück

Und immer weht der Wind und immer wieder

fall ich ins Nichts zurück und geh umher

ich sing beim Gehen vor mich hin

damit ich weiß daß ich noch bin

und der Wind, er weht - weht immer wieder

Ich hör den Wind aus alle Ritzen pfeifen

den Flur entlang und folge seinem Ruf

ich spür wie seine Lüfte mich umkreisen

und fahre schweißgebadet durch den Spuk

Halb schwebe ich, halb häng ich in der Leere

und komm zum Schluß in meinem Zimmer an

da lieg ich nun, ganz so als ob ich wäre

und frag den Wind was ich noch tun kann

Soll ich der Hoffnung neuen Glauben schenken ?

Hat sie mich nicht so oft verrückt gemacht ?

ich dämmer vor mich hin und hör mich denken:

Laß Deine Träume länger dauern als die Nacht!

Und draußen weht der Wind und immer wieder

wach ich am Morgen auf und geh umher

ich sing beim Gehen vor mich hin

damit ich weiß, daß ich noch bin

und der Wind, er weht - und ich sing meine Lieder

@Blumfeld

Xarox@me

Sorry, german this time. Title means "the wind" (as you might have guessed) and text on the picture says "let your dreams last longer than the night"

This piece is actually already pretty old and does not reflect my current feelings, but I still like it a lot.

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    I still love the picture.... beautiful work